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07.08.2023 / Kommentare (0)

Live-Grüße aus Island per Webcam

Den Daheimgebliebenen mal eben einen visuellen Gruß aus der Ferne schicken, das geht mit dem Smartphone heutzutage ganz einfach zwischendurch. Witziger ist es aber, dies einmal über eine Live-Webcam zu tun, die dem Gegenüber in der Heimat einen Eindruck vom Reise-Ort und vielleicht auch einige Informationen dazu bietet. In Island gibt es diese Möglichkeit an einigen interessanten Orten. Also, winken wir mal nach Hause!

Das geht natürlich nur mit echten Live-Webcams, also solchen, die statt eines regelmäßig aktualisierten Standbildes einen echten Live-Videostream bieten. Island verfügt über eine ziemlich hohe Zahl von Webcams, die ganz unterschiedlichen Zwecken dienen. Viele davon dienen der Beurteilung von Verkehrslage und -bedingungen, eine Auflistung dieser Kameras findet man auf der offiziellen Website der Icelandic Road and Coastal Administration. Weitere Webcams werden von unterschiedlichen wissenschaftlichen und staatlichen Institutionen zur Beobachtung geologischer Phänomene wie etwa Erdbeben, Vulkan-Eruptionen etc. betrieben und sind nur teilweise bzw. sporadisch öffentlich im Netz verfügbar.

Einige Webcams mit qualitativ recht hochwertigen Live-Streams dienen aber auch eher der Tourismus-Werbung und bieten zum Teil tolle Bilder von besonders interessanten und/oder reizvollen Orten in Island. Eine von Zeit zu Zeit leicht variierende Auswahl findet sich auf der Website Live from Iceland. Auf diese Live-Bilder schaue ich schon seit mehreren Jahren immer wieder gerne und habe mich im Laufe der Zeit bei jeder der Cams mal gefragt, wo diese denn ganz genau stehen mag. Bei einigen ist die Beantwortung sehr einfach, andere sind schon eher „harte Nüsse“. Jedenfalls macht es mir irre Spaß, diese genauen Lokationen zu suchen und so kam ich dann auch irgendwann auf die Idee, jemandem zu Hause mit so einem Live-Gruß eine Freude zu machen: Hinstellen, anrufen, Webcam nennen und freundlich winken…

Nicht alle dieser Kameras eignen sich dafür, oft liegt der Bildausschnitt bzw. Zoom so, dass eine Person auf dem Bild nicht viel größer als ein oder zwei Pixel ist. Aber es gibt einige, mit denen die Idee prima umsetzbar ist. Genau die liste ich hier mal auf, jeweils mit URL, Screenshot und genauer Lage des besten Standplatzes. Den habe Ich in den Screenshots immer mit einem roten Punkt markiert, so dass hoffentlich alles leicht nachvollziehbar ist.

 

Reykjavíkurtjörn

Reykjavíkurtjörn ist ein kleiner See mitten in Islands Hauptstadt Reykjavik. Das Rathaus der Stadt und die Nationalgalerie befinden sich gleich nebenan. Vorne links an dem kleinen Steg schwimmen eigentlich immer Enten, Gänse und Schwäne herum. Hier vorne bleibt das Wasser oft auch im Winter offen, während der Großteil der Oberfläche dann zu einer festen, recht tragfähigen Eisfläche gefriert, auf der dann Menschen Winterfreuden nachgehen.

 

 

 

Live Grüße aus Island per Webcam

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Austurvöllur

An diesem nahezu quadratischen Platz im Zentrum von Reykjavik liegen das Parlamentarisierende Alping, die Domkirche und das Hotel Borg. In der Mitte des Platzes steht die Statue des Unabhängigkeits-Helden Jon Sigurðsson. Im Umkreis gibt es viele Restaurants und Cafés, die den Ort vor allem im Sommer zu einem beliebten Treffpunkt machen. Die umliegende Altstadt gehört für uns zu den schönsten Stellen der Stadt.
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Perlan

Auf einem Hügel etwas oberhalb von Reykjavik liegt Perlan, ein kuppelförmiger Bau, der durch seine silbrige Farbe an eine Perle erinnert und damit dem Gebäude seinen Namen gab. Das imposante Bauwerk beherbergt ein empfehlenswertes, modernes Natur-Museum,. das sich mit den zahlreichen Naturwundern Islands befasst und diese erklärt. Darüber hinaus bietet sich hier ein Rundum-Panoramablick über Reykjavik.  Insgesamt gleich vier Live-Webcams decken die Himmelsrichtungen ab.
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Stykkisholmur

Der kleine Ort im Norden der Halbinsel Snæfellsnes besteht zu großen Teilen noch aus altem Baubestand mit oft wunderschönen Häusern. Vor der Küste liegen zahlreiche kleine Inseln, die man bei klarem Wetter in der Ferne gut sehen kann. Im Ort kann man auch sehr gut essen, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Webcam am Hafen schwenkt automatisch hin und her, so dass man den roten Punkt vom Foto natürlich nicht ständig im Bild hat.
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Husavik – Hafen

Husavik ist die älteste Ansiedlung Islands und gehört sicherlich auch auf Grund der zahlreichen, im vorgelagerten Meer vorkommenden Walarten zu den bekanntesten Reisezielen in Islands hohem Norden. Vom Hafen aus starten zahlreiche Whale-Watching-Touren und man kann in dem charmanten Ort gut essen. Der Campingplatz hat uns allerdings weniger gefallen, daher haben wir bei unseren Reisen immer andere Plätze genutzt.
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Husavik – Walmuseum

Auch in Husavik gibt es für jede der vier Himmelsrichtungen eine eigene Livecam. Diese zeigt grob nach Norden und blickt über die große Halle des sehr interessanten und besuchenswerten Walmuseums.
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Jökulsárlón

Die vermutlich bekannteste Attraktion im Süden Islands ist die Gletscherlagune Jökulsárlón direkt an der Ringstraße. Leider gehört sie inzwischen auch zu den scheinbar mit am besten besuchten Sehenswürdigkeiten. Die Webcam ist an der Brücke montiert, mit welcher die N1 die Verbindung der Lagune zum Meer überquert. Die Montage ist so geschickt, dass der riesige Parkplatz genau knapp außerhalb des rechten Bildrands unsichtbar bleibt – dasselbe gilt für den Überlauf-Parkplatz auf der anderen Straßenseite. Trotzdem: Wer noch nicht dort war, sollte sich diese Gletscher-lagune unbedingt einmal ansehen.

 

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Gullfoss

Der „goldene Wasserfall“, so die Übersetzung des Namens, gehört ebenfalls zu Islands Top-Sehenswürdigkeiten und ist Teil des „Golden Circle“, ein Rundweg im Südwesten Islands, an dem auch Attraktionen wie Pingvellir und Geysir liegen. Der Gullfoss ist 229 Meter breit und fällt insgesamt 32 Meter in die Tiefe. Im Sommer transportiert er über 140 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, im Winter sind es immer noch etwa achtzig. Die höchste jemals gemessene Wassermenge am Gullfoss lag bei rund zweitausend Kubikmeter/Sekunde – unvorstellbare Mengen.
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Myrdalsjokull

Der Myrdalsjökull-Gletscher ist eine große Eiskappe im Süden Islands und bedeckt den Vulkan Katla, dessen Caldera unter dem Eis einen Durchmesser von rund zehn Kilometer hat. Katla ist im Laufe der Geschichte etwa alle vierzig bis sechzig Jahre ausgebrochen – seit dem Jahr 930 insgesamt sechzehn Mal. Der letzte Ausbruch fand 1918 statt, der Vulkan ist damit sozusagen überfällig und wird von Vulkanforschern und Geologen intensiv beobachtet.  Die Webcam steht tatsächlich fast dreißig Kilometer entfernt und ist auf dem Leuchtturm Reynisfjall montiert. Die markierten Koordinaten für den roten Punkt sind nicht ganz exakt, sindern nur auf etwa 30m genau.
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Heimaey – Hafen

Heinaey ist die einzige ganzjährig bewohnte und flächenmäßig größte unter den fünfzehn zu Vestmannaeyjar gehörenden Inseln. Die Inselgruppe liegt unweit der Südküste Islands und ist nur per Fähre erreichbar. Im Jahr 1973 brauch auf der Insel ein neuer Vulkan aus und begrub etwa einhundert Häuser unter Lava und Asche. Noch heute sind die Spuren dieses Unglücks an manchen Stellen gut sichtbar.
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Heimaey – Zentrum

Die kleine Insel Heinaey bietet mehrere Livestreams, eine zweite, für unseren etwas ungewöhnlichen Zweck interessante Kamera hängt an einem Schulgebäude und blickt in Richtung Zentrum.
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… und die anderen Webcams?

Die meisten anderen, auf der Website verfügbaren Livestreams sind zwar interessant, für einen „Webcam-Gruß“ aber einfach ungeeignet. Zwar konnte ich die meisten exakt lokalisieren, aber wenn selbst ein Fahrzeug darauf nur sehr klein ist und Menschen wie Punkte wirken, ist es recht sinnlos, sie hier aufzuführen. Andere sind nur temporär verfügbar, z.B. während eines Events oder zur Beobachtung aktueller geologischer Aktivität. Auch Kameras, bei denen man privates Land betreten müsste, habe ich absichtlich weggelassen.
Und noch eine Anmerkung zum Schluss: Manchmal ist die eine oder andere Cam auch mal offline, darauf habe ich natürlich keinerlei Einfluss.

Zuletzt geändert: 13.02.2024

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