Eine Prise Pyrenäen, etwas Andalusien

Bretagne? Im Oktober?

20.09.2014 Kommentare (0) Reisen

Färöer – zweieinhalb Tage Faszination

Die Färöer-Inseln begegnen vielen Offroad-Reisenden nur als ganz kurzer Zwischenstopp der Norrönna auf dem Weg nach bzw. von Island. Dabei gibt es über einen großen Teil der Fährsaison die Möglichkeit eines etwa zweieinhalbtägigen Stop-Over, bevor es nach Island weiter geht. Diese Gelegenheit haben wir in diesem Jahr ergriffen und uns dieses kleine Stückchen Land (eigentlich sind es ja achtzehn Inseln) zumindest einmal kurz angesehen. Bereut haben wir das nicht – ganz im Gegenteil.

Auf Fähren haben wir auf Grund der Kürze des Aufenthalts verzichtet und uns auf die Teile der Färöer beschränkt, die auf dem Landweg bzw. über Brücken und Tunnel erreichbar sind. Schon alleine dieser Teil war wunderschön. Die Inseln verfügen über ein sehr gut ausgebautes Straßennetz. Wer hier auf Offroad-Erlebnisse hofft, ist am falschen Ort. Dafür bieten die Inseln aber jede Menge Natur und fantastische Panoramen. Rund fünfzigtausend Einwohner bevölkern siebzehn der achtzehn Eilande, dazu kommen etwa siebzigtausend Schafe. Voll oder gar überfüllt ist es aber nirgends gewesen, selbst in der Hauptstadt Tórshavn oder einem „größeren“ Ort wie Klaksvik fühlt man sich doch eher wie in einem größeren Dorf.

Früher gehörte die Wollproduktion zu den Hauptwirtschaftszweigen der Färöer, heute spielt sie nur noch eine untergeordnete Rolle. Fischfang und –Zucht sind heute die größten und hauptsächlichen Wirtschaftszweige, was sich durch zahlreiche Lachszuchtanlagen in den Fjorden bemerkbar macht.

Die beeindruckende Landschaft erscheint auf eine positive Weise auch sehr einfach und essenziell. Sie wirkt fast ein wenig so, als habe jemand mit viel Liebe, Hingabe und Fantasie ein paar Berge für die Modelleisenbahn gebaut, sie mit grünem Flor überzogen, rundherum blaues Meer gemalt, an den Enden der Fjorde pittoreske Häuschen aufgestellt und zum Schluß noch ganz viele kleine Details und ziemlich viele Schafe verteilt. Herausgekommen ist jedenfalls ein ganz besonders faszinierendes Fleckchen Erde inmitten des Nordatlantik.

Obwohl die weiteteste, ohne Fähre mit dem Auto zurücklegbare Entfernung auf den Färöern gerade mal etwa 180km beträgt, haben wir es dann doch irgendwie fertig gebracht, während unseres kurzen Aufenthalts mehr als 500km zurückzulegen…

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