3 Länder. 3 Wochen. 9885km.

Kreuzfahrt versus Overlanding

06.07.2012 Kommentare (0) Reisen

Wo alte Autos zum Sterben hingehen …

Noch vor dreißig Jahren war das ganz normal: Wenn am alten Auto (so nannte man „Youngtimer“ damals noch) etwas kaputt ging, die Kasse eher klein und das technische Verständnis zumindest etwas größer war, führte der Weg zum Schrottplatz. Hier lief man auf der Suche nach dem richtigen Modell durch die Reihen der abgestellten Fahrzeuge und konnte sich das benötigte Ersatzteil meist selbst ausbauen, was weiteres Geld sparte. Da die Automobile oft über sehr lange Zeit auf dem Schrottplatz standen, bot sich hier auch dem Oldtimer-Enthusiasten häufig die Möglichkeit, ein ansonsten vielleicht kaum noch beschaffbares Ersatzteil für das geliebte Vehikel zu finden. Alles vorbei …

Faktoren wie gestiegenes Umweltbewusstsein, Altauto-Verordnung, Abwrack-Prämie, allgemein strengere Auflagen und sicherlich auch immer mehr Wegwerf-Mentalität haben dafür gesorgt, dass der klassische Schrottplatz einigen wenigen, modern arbeitenden Spezial-Recyclern weichen musste, bei denen die Fahrzeuge bereits kurz nach der Anlieferung komplett zerlegt werden. Die ganz besondere Atmosphäre, die gewisse Magie, den Reiz des Verfalls gibt es zumindest in Deutschland schon lange nicht mehr. Irgendwie auch schade, finde ich.

Auf einer Reise durch Skandinavien fanden wir gleich zwei solcher Schrottplätze vom „altem Schrot und Korn“, die, wie die Fahrzeuge, selbst bereits lange außer Betrieb genommen wurden. Es dürfte wohl an der viel geringeren Bevölkerungsdichte liegen, dass sie ihr Dornröschen-Dasein bis heute fortsetzen konnten. Und sicherlich auch daran, dass zumindest einer von Ihnen im Internet fast gänzlich unbekannt ist. Und genau aus diesem Grunde werde ich die Lage dieser vergessenen Orte hier auch nicht preisgeben – schauen und genießen!

 

Wo alte Autos zum Sterben hingehen ...

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