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Im Winter 2010/2011 kamen wir auf die Idee, uns ein günstiges Offroad-Spaßmobil anzuschaffen. Nach der obligatorischen Online-Suche und anschließender Besichtigung fiel die Wahl auf einen Jeep Wrangler YJ von 1995 mit der 2,5-Liter-Maschine. Irgendwann in den 1990er Jahren hatten wir so einen in Nevada schon mal für ein paar Tage gemietet. Wohin das führen würde, ahnten wir damals noch nicht.

 

Der Anfang   ein Jeep Wrangler YJ

 

Noch bei Schnee und Eis sammelten wir die ersten ernsthafteren, aber doch noch zaghaften Erfahrungen abseits befestigter Straßen und Wege. Als Christel an einem Offroad-Training des ADAC teilnahm, versagte der Wagen mittendrin seinen Dienst. Ärgerlich. Eigentlich war das Fahrzeug in keinem schlechten Zustand, brauchte aber doch zunächst noch allerlei Zuwendung technischer Art. Ich baute einen neuen Anlasser ein, besorgte neue Reifen und die freie Werkstatt im nächsten Ort baute im Laufe der nächsten Wochen neben anderem eine neue Kupplung ein und tauschte das eine oder andere Teil aus. Glücklicherweise sind Ersatzteile für Wrangler recht preiswert zu finden.

 

 

Mit dem Jeep wollten wir dann auch in den nächsten Urlaub. Erst mal ging es per Autozug von Altona nach Lörrach. Von dort sollte es erst mal Richtung Schwarzwald und dann durch die Schweiz in die Alpen Norditaliens gehen. Leider machte der Jeep aber schon nach kurzer Zeit – noch in Deutschland – wieder Ärger. Am Berg fehlte Leistung, die Kupplung rutschte auch. Es dauerte nicht lange, bis wir uns für die Rückfahrt nach Norddeutschland entschieden, um unser Alltagsauto zu holen und wenigsten den Resturlaub noch genießen zu können. Bei Göttingen kam mitten in der Nacht noch ein massives Ölleck hinzu, so dass es von dort nur per Abschlepper nach Hause ging.

Um es kurz zu machen: Es hat nicht allzu lang gedauert, unsere Begeisterung für den Wrangler auf etwa Null zu bringen. Vielleicht hatten wir nur ziemlich viel Pech, aber Jeep-Fans sind wir dadurch nun wirklich nicht geworden. Noch im selben Jahr haben wir das Fahrzeug an einen neuen Besitzer verkauft, der hoffentlich mehr Glück damit hatte und hat.

Was blieb, ist der Offroad-Virus, den wir seitdem (glücklicherweise) auch nicht mehr losgeworden sind – im Gegenteil.

 

Zuletzt geändert: 19.01.2021

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